Am 17.02.2026 um 2:36 Uhr wurden wir zusammen
mit den Feuerwehren aus Dagobertshausen und Beiseförth/Malsfeld zu einem Wohnhausbrand nach Dagobertshausen alarmiert. Gemeldet war ein Dachstuhlbrand mit Menschenleben in
Gefahr.
Auf der Anfahrt konnten wir die 1. Lagemeldung der Feuerwehr Dagobertshausen
mithören, wo gemeldet wurde, dass die Fassade des Hauses in Vollbrand stand, der Dachstuhl aber noch nicht betroffen war. Trotzdem wurde die Drehleiter aus Melsungen nachalarmiert. Schon auf der
Anfahrt rüstete sich der Angriffstrupp mit Atemschutz aus. Am Einsatzort angekommen bestätigte sich die Meldung des Fassadenbrandes. Zeitgleich mit uns traf die Feuerwehr Beiseförth/ Malsfeld am
Einsatzort ein. Unser Wehrführer der die Einsatzleitung übernahm übergab der Feuerwehr Beiseförth/Malsfeld die Aufgabe der Menschenrettung und Brandbekämpfung im Hausinneren und der Feuerwehr Ostheim
die Aufgabe der Brandbekämpfung von Aussen an der Hausfassade. Hier mussten die Flammen nieder geschlagen werden, damit sie nicht auf das Nachbarhaus und auf den Dachstuhl übergriffen. Kurz darauf
kam die Meldung, dass der Bewohner des Hauses im Wohnzimmer leblos gefunden wurde. Dieser wurde schnellst möglich dem Rettungsdienst vor dem Haus übergeben. Leider kam für ihn jede Hilfe zu spät und
der Notarzt konnte nur noch den Tod des Bewohners fest stellen. Der Angriffstrupp im inneren des Hauses suchte weiter alle Räumlichkeite systematisch ab und begann die Brandbekämpfung in der Küche.
Kurz danach konnte Feuer aus im Haus und auch aussen gemeldet werden. Als die Drehleiter in Stellung war konnte diese die Fassadenverkleidung entfernen und versteckte Brandnester löschen. Auch im
inneren mussten Nachlöscharbeiten verrichtet werden. Als die Drehleiter ihre arbeiten schon beendet hatte und die Kripo das Haus kurz betreten hatte wurde noch ein Glutnest in der Decke des
Erdgeschosses entdeckt. Diese Nachlöscharbeiten übernehm ein Atemschutztrupp aus Ostheim. Dieser musste mit der Feuerwehraxt teile der Decke entfernen um an die letzten Glutnester zu kommen. 20
Minuten später konnte endgültig Feuer aus an die Leitstelle gemeldet werden.
Alle Atemschutzgeräteträger konnten sich in der Fahrzeughalle der Feuerwehr
Dagobertshausen entkleiden und frische Sachen anziehen. Die alten Sachen wurden in Säcke verpackt und mit dem Abrollbehälter Logistik nach Melsungen zum waschen
gefahren.
An der Einsatzstelle waren 41 Feuerwehrkameradinnen und Kameraden, der
Rettungsdienst, die Polizei und die Kriminalpolizei.
Einsatzende war um 6:15 Uhr
Einsatzstärke: 1/9
Am 29.01.2026 um 17:28 Uhr wurden wir zusammen mit den Feuerwehren aus Elfershausen, Dagobertshausen, Beiseförth/Malsfeld und der Feurwehr aus
Melsungen zu einem Wohnhausbrad ins Beisetal alarmiert. Schon die Anfahrt gestaltete sich als schwierig, da es den ganzen Tag geschneit hatte und die Straßen weiß oder matschig waren. Schon auf der
Anfahrt kam die 1. Lagemeldung, dass sich keine Personen mehr im Gebäude aufhielten. Am Einsatzort, der Grüneismühle, angekommen stand das Wohngebäude, dass seit langer Zeit Leer und unbewohnt war in
Vollbrand. Als erstes unterstützten wir die Kameraden von Dago bei der Wasserentnahme aus der Beise. Als diese Wasserversorgung aufgebaut war übernahmen wir den Löschangriff mit einem B-Rohr von der
Vorderseite und einem C-Rohr von der Rückseite des Gebäudes.
Um die Drehleiter aus Melsungen in Stellung zu bringen, musste die abschüssige Zufahrt zum Gebäude erst von der Gemeinde geräumt und gestreut werden. In dieser Zeit war nur ein Aussenangriff über 2
C-Rohre und 1 B-Rohr die durch die Beise gespeist werden konnten im Einsatz. Die Drehleiter, die direkt vor dem Gebäude in Stellung gebracht werden konnte, wurde durch Pendelverkehr vom TLF Melsungen
und einem Abrollbehälter Tank, der 10000 Liter Wasser aufnehmen kann gespeist. Mit der Drehleiter konnte jetzt gezielt von oben Wasser auf die noch immer lodernden Flammen abgegeben werden. Um ca.
21:30 Uhr konnte man die Lagemeldung Feuer unter Kontrolle geben. Da es abzusehen war, dass dieser Einsatz länger andauern würde, wurde der Verpflegungszug des DRK Körle mit heißen Getränken und
Verpflegung zur Einsatzstelle alarmiert.
Da es sich um ein altes Fachwerkhaus handelte, wurde ein Fachberater vom THW angefordert. Dieser konnte uns wichtige Tipps geben welche Gebäudeteile einstürzgefährdet waren. Da auch noch ein Fichte
auf dem Dach des Hauses lag, wurde das THW Melsungen nachalarmiert um diese Fichte nach hinten weg zu ziehen. Hierbei stürtzten Teile der Rückwand des Gebäudes mit ein.
Die Nachlöscharbeiten erwiesen sich als schwierig und langwierig, da ein gezieltes löschen der Glutnester von aussen nicht effektiv war.
Um ca. 4:30 Uhr konnte Feuer aus gemeldet werden. Die Feuerwehren konnten bis auf eine Brandwache von der Feuerwehr Beiseförth/Malsfeld abrücken. Diese Brandwache hielt die Stellung bis 8 Uhr.
Am frühen morgen wurde durch die GBi´s entschieden, dass Nachlöscharbeiten weiter erforderlich waren. Die Drehleiter, der Tanker und der Abrollbehälter wurden wieder zur Einsatzstelle alarmiert. Nach
ca. 130000 Liter Wasser um 15:30 Uhr konnte man nur noch wenig Rauchentwicklung fest stellen und den Einsatz beenden.
Nachlöscharbeiten waren am Samstag und Sonntag den 31.01. und 01.02. nochmals notwendig.
Einsatzende war am 30.01. um 15:30 Uhr
Einsatzstärke war 1/11
An der Einsatzstelle waren bis zu 80 Personen von Feuerwehr, DRK und THW